Welche Wedges soll mein Kind spielen?

Welche Wedges soll mein Kind spielen?

Gap Wedge, Pitching Wedge, Lob Wedge? Stahl- oder Graphitschaft? In diesem Artikel helfe ich dir, die richtige Zusammenstellung der Wedges für dein Kind zu finden. Zudem erkläre ich dir, warum ich überhaupt kein Fan des Lob Wedges bin!

Welche Wedges soll mein Kind spielen?

Immer wieder werde ich von den Eltern meiner Spieler gefragt, welche Wedges ihr Kind denn im Bag haben sollte.  Denn, die Auswahl an Wedges für Kinder ist groß. Vom Pitching Wedge bis zum Lob Wedge gibt es eine Vielzahl an Wedges, die von den Schlägerfirmen angeboten werden. In diesem Artikel erläutere ich, warum ich das Wedgegame für das Fundament eines guten Golfschwunges halte, welche Wedges für welche Schläge benötigt werden und welche Weges aus meiner Sicht in keinem Bag fehlen sollten. Zudem erkläre ich dir, warum ich ein Lob Wedge überhaupt nicht gut finde.

 

Das Wedgegame - Das Fundament für dein Golfspiel

Ein gutes Wedgegame ist das Fundament für 

 

  1. einen guten Score und 
  2. und einen guten Golfschwung. 

 

Stell dir das Wedgegame oder das gesamte kurze Spiel wie die Abwehr deiner Lieblingsfussballmannschaft vor. Erfolgreiche Teams haben immer eine gute Abwehr! Je besser die Abwehr, desto weniger Gegentore kassiert dein Team und desto weniger Tore muss es schießen, um ein Spiel zu gewinnen. Eine gute Abwehr sorgt im gesamten Spielaufbau für eine große Sicherheit. Denn selbst, wenn der Ball einmal in der Vorwärtsbewegung verloren wird, weiß dein Team, dass das nicht so schlimm ist. Zudem sinkt der Druck viele Tore zu schießen. Eine vergebene Torchance ist nicht so schlimm. Teams mit einer schlechten Abwehr haben einen großen Druck bei jeder sich bietenden Torchance. Denn sie muss verwertet werden, um die Abwehrleistung auszugleichen. Das gleiche gilt für das kurze Spiel. Je besser das kurze Spiel, desto weniger Druck wird dein Kind bei Schlägen ins Grün, Abschlägen oder bei einem Birdieputt verspüren. Denn es weiß, selbst wenn es das Grün nicht trifft oder das Fairway verfehlt, es kann noch alles über sein Wedgegame oder sein kurzes Spiel retten. 

 

Darüberhinaus sorgt ein gutes Wedgegame auch für einen guten Golfschwung. Denn, ein Pitch oder ein kurzer Schlag mit einem Wedge ist nichts anderes als ein verkürzter voller Schwung. Mit jedem Pitch wird also nicht nur das kurze Spiel, sondern auch Teile des vollen Schwunges trainiert. Das Invest in Annäherungsschläge mit einem Wedges lohnt sich also doppelt. Zum einen verbessert dein Kind sein kurzes Spiel und zum anderen stärkt es seinen vollen Schwung.

 

 

Welches Wedge für welchen Schlag?

Für welche Schläge und welche Situationen kannst du nun die jeweiligen Wedges einsetzen?

 

  1. Pitching Wedge (um die 48° Loft): Lange und hohe Annäherungschläge oder leichte Chips.
  2. Gap Wedge (um die 52° Loft): Für mittellange Schläge vom Fairway
  3. Sand Wedge (um die 56° Loft): Wie der Namen schon sagt ist dieser Schläger speziell für Schläge aus dem Grünbunker oder für kurze und hohe Annäherungsschläge an die Fahne gebaut.
  4. Lob Wedge (um die 60° Loft): Für ganz hohe Annäherungsschläge, die sofort liegen bleiben sollen. Der Schläger mit dem höchsten Loft.

 

Lob Wedge - ja oder nein?

Ganz klar - NEIN! Ich bin der Meinung, dass ein Lob Wedge der unsinnigste Golfschläger ist, den dein Kind im Bag haben kann. Zum einen werden viel zu wenige Schläge damit gespielt und es macht somit keinen Sinn mit diesem Schläger einen Platz im Golfbag zu blockieren. 

 

Zum anderen habe ich die Erfahrung gemacht, dass vor allem Kinder dazu neigen, sobald sie ein Lob Wedge im Bag haben, eben nur noch dieses stereotyp um das Grün einzusetzen. Egal, ob kurzer Chip oder Bunkerschlag. Sie berauben sich damit also jeder Kreativität und jeder Variation im kurzen Spiel. In meinen Augen eine Katastrophe, die sich leider aber erst sehr viel später als solche darstellt. Nämlich dann, wenn diese Kinder auf fremden Plätzen oder sogar mal in England bei Sturm und Regen spielen sollen. Dann ist nur noch hoch nicht mehr gefragt, sondern flach unter dem Wind durch.

 

Darum empfehle ich immer, dass Kinder lernen sollen mit dem Sand Wedge umzugehen. Das bedeutet, dass Kinder in der Lage sein sollen, den Loft des Sand Wedges bewusst zu erhöhen (für höhere Annäherungsschläge, die schnell liegen bleiben) oder zu reduzieren. Um z.B. den Ball flach unter dem Wind durchzuspielen.

 

Klassische Wedges oder mit Cavity Back?

Bitte kaufe deinem Kind nur Wedges mit einer klassischen Schlägerkopfform wie z.B. die Tour Series Wedges von US Kids Golf. Auch, wenn es erst anfängt Golf zu spielen. Kein Wedge mit einem Cavity Back. Bei einem Cavity Back wird Gewicht hinter dem Sweet Spot (Idealer Treffpunkt für den Ball, hier wird die größte Energie auf den Ball übertragen) und weggenommen und an den Rand des Schlägers verlagert. Das sorgt für weniger Verdrehung der Schlagfläche bei Fehlschlägen, aber auch für weniger Backspin und Feedback.

 

Warum ich „klassische“ Wedges empfehle?

 

Das hat mehrere Gründe:

 

  1. dein Kind bekommt ein besseres Feedback zu jedem Schlag. Siehe auch oben „Wedgegame“.
  2. dein Kind lernt Spin richtig einzusetzen. Ein Oversize Kopf oder Cavity Back sorgt durch seine Gewichtsverteilung zwar für geringere Fehlschläge, aber eben auch dafür, dass der Golfball nicht so viel Spin annimmt.
  3. klassisch geformte Schlägerköpfe besitzen eine kleinere Sohle. Das ist vor allem für Schläge aus dem Bunker, von trockenem Boden oder dichtem Gras wichtig. Je kleiner die Sohle, desto weniger prallt der Schläger im Treffmoment vom Boden ab un desto besser kann dein Kind die Schläge kontrollieren.

 

Graphit oder Stahlschaft?

Ich bin der Meinung, dass ein Sand-, Gap- oder Lob Wedge immer mit einem Stahlschaft gekauft werden sollte. Warum? Nun, ein Wedge wird selten mit einem vollen Schwung oder einer sehr hohen Schlägerkopfgeschwindigkeit geschlagen. Daher fallen für mich die Vorteile eines Graphitschaftes (Dämpfung, Schonung der Gelenke, „Peitscheneffekt“ für hohe Schlägerkopfgeschwindigkeit) weg. Ein Stahlschaft gibt zudem ein klareres und besseres Feedback zu jedem Schlag. Darum, solltest du nur Wedges mit einem Stahlschaft kaufen. Auch, wenn dein Kind gerade erst anfängt Golf zu spielen. Ebensowenig musst - aus den oben genannten Gründen - Angst haben, dass die Spieleigenschaften andere sind, wenn dein Kind einen Schägersatz mit Graphitschäften spielt.

 

US Kids Wedges oder Cleveland?

Das ist wie immer eine ganz schwere Antwort. Fast wie Mercedes oder BMW. Eben Ansichtssache. Beide Firmen bauen sehr gute Wedges und man muss keine Angst haben, dass die eine Firma besser als die andere ist. Ein Vorteil liegt aber sicherlich bei US Kids. US Kids Golf bietet die gesamte Palette an Wedges an. Vom Pitching Wedge bis hin zum Lob Wedge. Zudem bietet US Kids jedes seiner Wedges auch für Linkshänder an. 

 

Das richtige Wedge Set

Das perfekte Wedge Set besteht für mich aus drei Wedges:

 

  1. Pitching Wedge - ist sowieso in jedem Schlägerset dabei
  2. Gap Wedge - für kontrollierte längere Annäherungsschläge
  3. Sand Wedge - für alle Schläge rund um das Grün

Mehr Wedges benötigt dein Kind nicht. Und nein, das Lob Wedge mag ich immer noch nicht:).

 

Pflege

Egal, welche Wedges du aber spielst. Du sollest auf alle Fälle die Grooves sauber halten. Ansonsten verlierst du zu viel Kontrolle. Wie du deine Schläger immer perfekt sauber hältst, habe ich vor einiger Zeit in meinem Blogbeitrag:

 

So pflegst du deine Golfausrüstung richtig erläutert.

 

 

Trainingstipps

Ich weiß, wie schwer es ist sich für das Training des kurzen Spieles zu motivieren. Driven macht einfach mehr Spaß. Darum habe ich dir zum Schluss noch einmal ein paar Tipps für dein Wedge Training zusammengestellt, die du jederzeit und überall umsetzen kannst.

 

Training 1 - der Golfmaniacs Skills Test

 

Um das Training der kurzen Schläge möglichst Abwechslungsreich zu gestalten, habe ich den Skills Test entworfen. Der Skills Test fordert dein Kind mit Schlägen auf Ziele ab 30 Metern heraus und ist auf jedem Übungsgelände oder sogar auf der Driving Range umsetzbar.

 

Alle Informationen dazu findest du in meinem Blogbeitrag: So trainiert dein Kind erfolgreich - der Golfmaniacs Launch Monitor Skills Test 

 

Training 2 - Tipps für dein Wedgegame

 

Martin Hall and Sara Brown vom Golf Channel zeigen dir, worauf du beim Wedgetraining mit deinem Kind achten solltest.

 

Training 3 - Wedge Tipps von Dave Pelz

 

Dave Pelz ist der Kurzspiel Guru, dem viele Tour Pros und Spitzenamateure vertrauen. In diesem Video zeigt er dir, wie du Längenkontrolle mit deinem Kind trainieren kannst. Anschaue und dann ab in den Kurzspielbereich mit deinem Kind.

 

 Quelle: Cleveland Golf Youtube Kanal

 

Training 4 - Backspin

 

So bekommt dein Kind Backspin auf den Ball. Die ultimative Motivation für das kurze Spiel. Den Ball wie ein Profi zurück spinnen lassen.

 

 Quelle: Cleveland Golf Youtube Kanal

 

Solltest du weitere Fragen zu Wedges haben, dann sende mir gerne eine Email an info@golfmaniacs.de. Gerne helfe ich dir, die richtigen Wedges für dein Kind zu finden.

 

Viel Spaß beim kurzen Spiel wünschen dir

 

Fabian und das gesamte Golfmaniacs Team
 

 

Golfmaniacs Logo

 

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