Streetgolf - Golf auf der Straße und in der Schule

Streetgolf - Golf auf der Straße und in der Schule

Golf auf dem Bolzplatz und in der Turnhalle – wie können Kinder Golf spielen bevor sie trainieren? In diesem Artikel, den ich zusammen mit Marc Dehoust für das Golf Journal im Jahr 2014 geschrieben habe, erläutern wir einige Ideen, wie Golf "auf die Straße" gebracht werden kann.

Golf auf dem Bolzplatz und in der Turnhalle – wie können Kinder Golf spielen bevor sie trainieren? 

Diesen Artikel habe ich im August 2014 zusammen mit Marc Dehoust für das ProPanel des Golf Journal geschrieben. Er ist noch in meiner Zeit als Sportlicher Leiter im GC St. Leon- Rot entstanden. Die Ideen, wie Kinder mit dem Golfsport anfangen können sind aber immer noch aktuell.

Aus dem Jahr 2014: 
 

Als Verantwortliche für die Jugend- und Mannschaftsförderung sehen wir sozusagen tagtäglich, wie sich die Situation im Jugendbereich darstellt. Dieses Pro Panel beschreibt eine Lernkurve, die wir dort in den letzten Jahren gehen mussten, um in der Jugendarbeit erfolgreich zu bleiben. 
 

GOLF JOURNAL hat es im Dossier in Heft 4/14 auf den Punkt gebracht: Die Anzahl der Golfer bis 20 Jahre hat in den letzten Jahren stark abgenommen. Die bisher erarbeiteten Konzepte scheinen demnach Kinder und Jugendliche nicht in dem Maße anzusprechen, wie sich das alle Beteiligten wünschen und erhoffen. Abhilfe können aus unserer Sicht daher nur ein komplett neuer Ansatz und eine neue Ausrichtung des Golftrainings für Kinder und Jugendliche schaffen. 
 

Golf muss eine Bolzplatz- und Straßensportart werden, damit die Kinder Golf spielen können bevor sie trainieren müssen. Golf »spielen« ist dabei der springende Punkt. In der Regel müssen die Kids erst Golf trainieren, bevor sie auf dem Platz spielen dürfen. Würde man den Kindern Fußball beibringen wie Golf, würden zehn Kinder in einer Reihe an der Mittellinie stehen und Bälle ins Feld schießen. Der Trainer würde die Winkelstellung des Fußes und den Treffmoment des Spanns korrigieren. Zum Glück für den Fußball sieht der erste Kontakt mit dieser Sportart anders aus. Zugegeben, dieses Bild ist etwas überspitzt, es veranschaulicht jedoch, dass Kinder beim Fußball anders »abgeholt« werden als im Golf. Beim Fußball bringen sich die Kin- der sich den Sport vorVereinseintritt und Trainingsbeginn spielerisch im Garten, im Park, in der Hofeinfahrt etc. selber bei. Zudem erfahren sie von Beginn an den Sinn des Spiels – nämlich mehr Tore zu schießen als der Gegner.
 

Das Ziel des Golfspiels

Denn Sinn des Golfsports – mit möglichst wenig Schlägen ein Ziel zu erreichen – erfahren Anfänger dagegen erst nach zahlreichen Übungsstunden auf der Driving Range oder dem Putting Grün. Sie trainieren also bevor sie spielen. 

Ein Paradebeispiel für erfolgreiche Sportler, die spielten bevor sie trainierten, ist Mehmet Scholl. Er steht wohl für die letzte Generation »Straßenfußballer«, die sich intrinsisch und spielerisch sportartunspezifisch selbst ausgebildet hat und Fußball spielte, bevor sie trainierte. 
 

Was wäre, wenn Mehmet Scholl damals mit Golf in Berührung gekommen wäre? Wahrscheinlich hätte er – wie viele Kinder heute auch – nach kurzer Zeit entnervt aufgegeben, da er keinen Spaß an langen technischen Erklärungen zum Bewegungsablauf, den trockenen Regeln, der Kleideretikette etc. gehabt hätte. 
 

Auf der Idee der Bolzplatz- und Straßenspielkultur aufbauend, wollen wir eine neue Bewegung im Golfsport ins Leben rufen. Eine Bolzplatz- und Straßengolfkultur. 
 

Diese steht für: 
 

  1. Spielspaß vor Training
  2. Golf sich selbst beibringen
  3. Kreativität und Fantasie fördern und fordern, indem Parcours und Ziele selbst ausgesucht werden
  4. Spaß und Begeisterung am »ins Ziel treffen«
  5. Flexibilität, Intuition und auch Eigensinn
  6. Motivation durch Erfolgserlebnisse
  7. Ausübung im häuslichen Umfeld (in der Schule, direkt vor der Haustür, im Garten, im Stadtpark, auf dem Spielplatz und im Kinderzimmer) – der Sport passiert also dort, wo die Kinder sind
  8. Hohes Spielvolumen durch Wegfall der Fahrt zum Golfplatz
  9. Wettspielgedanke – möglichst wenig Schläge zum Ziel oder mit weniger Schlägen zum Ziel als der andere
  10. Bunt, wild, schrill, überall möglich 


Was wäre also, wenn: 
 

  1. Golf in die Schule und nicht die Schule auf die Anlage kommt 
  2. Der Schulhof zum Golfplatz wird
  3. Der Garten zur Driving-Range wird
  4. Das Kinderzimmer zum Putting-Grün 

und der Papierkorb zum Ziel wird > OhneVorkenntnisse und Mitgliedschaft Golfspiel möglich wird > Ein Zehnjähriger sich in einem Golfclub anmeldet und sofort mitspielen kann (im Fußball durch die Bolzplatzkultur möglich)?

Streetgolf - die ideale Sportart für die Stadt!? 

Golf als Zielsportart bietet sich an, in vielen Umgebungen gespielt zu werden. Anspruchsvolle und emotional ansprechende Umgebungen können z.B. der Schulhof mit Sitzbänken als Abschläge und Mülleimern als Ziele oder dem Sandkasten als Bunker sein. Der Vielfalt und Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Auch Regeln und Etikette würden so implizit vermittelt werden. Wer würde seinem Gegenspieler schon freiwillig Straffreiheit gewähren, wenn dessen Ball unspielbar in der Hecke liegt? 
 

Aus unserer Sicht würden so mehr Kinder für den Sport begeistert werden und somit mehr Kinder Golf spielen. Wenn die Begeisterung für das Spiel bei den Kindern erst einmal geweckt ist, be- steht eher die Bereitschaft einen Fahrweg auf sich zu nehmen, um demVereinssport beizutreten, für eine Mannschaft zu spielen und ins Wettkampfgeschehen einzugreifen. 

Der Golfsport muss zu den Kindern kommen - Nicht die Kinder zum Golfsport

Mehr Kinder und Jugendliche können aber nur begeistert und gewonnen werden, wenn Clubs und besonders die Trainer und Pros sich in Richtung der Kinder und Jugendlichen bewegen. Das Abschlag Schule Projekt des DGV zum Beispiel stellt heute schon die finanziellen Mittel für eine solche »Bewegung« bereit. Diese könnten allerdings noch effizienter genutzt werden. Wieso chartert eine Schule für 30 Kinder einen Bus, um auf den Golfplatz zu fahren. Wäre es nicht sinnvoller, wenn der Trainer in die Schule fährt und die Turnhalle/den Pausenhof zum Golfplatz macht? Materialien und Konzepte für ein solches Training außerhalb des Golfplatzes sind heutzutage ebenso vorhanden, bekannt und erschwinglich (SNAG Golf, Crossgolf usw.). Somit könnte dieses Konzept als Winterprogramm in der Schulsporthalle genutzt werden (zusätzliches Einkommen für den Trainer), um dann im Frühjahr die Kinder in das Jugendtraining zu integrieren. Sind die Kinder dann auf der Golfanlage angekommen, sollte aus unserer Sicht das Spiel auf dem Platz im Vordergrund stehen. Viele Golfanlagen haben bereits Kurzplätze, die sich dafür eignen, den Kindern das Spiel näher zu bringen. Es liegt in der Hand des Trainers Spielformen auf dem Platz für Kinder zu kreieren, die noch keine 50 Meter weit schlagen können. Aber wieso sollten die Kinder den »Drive« und den »Schlag ins Grün« nicht werfen oder mit dem Tennisschläger schlagen dürfen, um dann mit Chip und Putt Par zu spielen? Das Erfolgserlebnis bleibt in den Köpfen der Kinder haften, schafft eine positive Verknüpfung mit Golf und erzeugt eine Sinnhaftigkeit für das anschließende Training auf der Driving-Range. 


Dann ist es nur noch eine Frage der Zeit, wann es die Eltern satt haben, während des Kindertrainings im Auto zu warten und anfangen, sich für einen Schnupperkurs, Trainerstunden, Probemitgliedschaft, etc. zu interessieren. Somit stellen die Kinder eine aus unserer Sicht ideale Zielgruppe dar, die sich nach einem sehr geringen Vorinvest für die gesamte Golfanlage lohnen wird. 

Dein Fabian und das gesamte Golfmaniacs Team

 

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